Was genau ist Rollenspiel?  
     
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Theoretisches:

Das Rollenspiel (auch RPG – Role Play Game) ist ein Spiel mit der Phantasie. Es geht darum, gemeinsam eine Geschichte „durchzusprechen“, ohne vorher den Ausgang des Abenteuers zu kennen. Fuer gewoehnlich ist das zu erreichende (oder eben unerreichbare) Ergebnis nur dem Meister, der das Spiel leitet, bekannt. Er stellt fuer den Spiel(Abenteuer-)verlauf eine Art "Schicksal“ dar.

Praktisches:

Die einzelnen Mitspieler denken sich Spielfiguren (Charaktere, auch „Chars“) aus, die im Spielverlauf die Handlungstraeger (zu Deutsch: Helden, oder das gegenteilige was auch mal passieren kann.) sein sollen. Jeder Spieler muss seinen Helden in- und auswendig kennen, um ihn angemessen spielen zu koennen. Er muss also wissen, wie der Char aussieht, was er traegt, welche Gegenstaende er mit sich fuehrt. Ebenfalls ist es wichtig, die Eigenschaften und Faehigkeiten der Spielfigur zu kennen – also ob sie grossen Herzens, ungeduldig, geizig, mutig, neugierig etc. ist und ob sie lesen, schreiben, reiten, schwimmen, Bogen schiessen, Auto fahren usw. kann. Abhaengig von den Eigenschaften eines Charakters wird dieser auch gespielt.

Bei einer RPG-Runde treffen sich nun mehrere Rollenspieler, setzen sich um einen Tisch, zuecken Wuerfel und Kartoffelchips und beginnen, sich eine Geschichte zu erzaehlen – wobei der Spielleiter den Spielern zuerst die Welt, in der gespielt wird, erklaert (sofern sie nicht schon laengst bekannt ist).

Die Aufgabe des Leiters ist es, die Spieler und ihre Chars durch das Abenteuer zu fuehren, ohne ihnen vorher zu sagen, was genau geschieht oder geschehen muss, um eine Loesung zu erreichen. Er schildert die Welt und die naehere Umgebung – manchmal mit Hilfe von Bildern o.ae. – sowie die Gesamtsituation der Charaktere und stellt sie dann vor ein Problem.

Die Spieler erzaehlen nun, wie ihre Figuren auf das Problem reagieren, was sie tun. Der Meister sagt, was daraufhin passiert. Die Spieler gehen auf neu entstandene Moeglichkeiten ein und beschreiben, was ihre Charaktere nun fuer Entscheidungen treffen usw. Teilweise koennen dabei heftige Diskussionen entstehen, die der Spieler, stellvertretend fuer seine Figur, mit dem Meister, stellvertretend fuer eine (Rand-)Figur, fuehrt. Das Spiel nimmt seinen Lauf. (Randfiguren werden als NSC – NichtSpielerCharaktere - bezeichnet.)

Rollenspiel ist also das gemeinsame Erzaehlen einer Geschichte, wobei die Spieler die einzelnen Figuren moeglichst genau beschreiben oder sogar mit Mimik und Gestik vorspielen, um den anderen zu zeigen, wie sie sind. Auch der Spielleiter beschreibt die Umstaende moeglichst genau – Sinn ist es, sich wie beim Lesen eine imaginaere Welt zu schaffen, durch die man in Form eines eigens geschaffenen Helden wandert. Spannung entsteht wie im Buch dadurch, dass man nie weiss, was als naechstes passieren wird – aber, noch viel wichtiger: Man weiss auch nie, wie die anderen Mitspieler auf neue Situationen reagieren werden. Dabei ist es gut moeglich, dass die Gruppe immer weiter von der Loesung des Problems ab driftet - was nicht weiter stoert, denn es macht ja Spass, durch die erdachte Umgebung zu "laufen“...

Zu den Wuerfeln: Fuer viele Rollenspiele gibt es Systeme, nach denen Faehigkeiten von Charakteren bewertet werden. Diese druecken sich in Zahlen aus, die ihre Hoehe bzw. ihren Grad angeben. Kommt es im Spiel z.B. zum Kampf und haben zwei Chars die Faehigkeit "Nahkampf“ in gleicher oder aehnlicher Auspraegung, so muss der Spielleiter entscheiden, wer gewinnt. Um dem Meister bei der Entscheidungsfindung zu helfen, kann man auch wuerfeln, was dem Spiel einen Hauch von Zufall verleiht. Wuerfelsysteme gibt es zuhauf. Sie koennen einfach sein und nach geraden oder ungeraden Zahlen gehen oder auch von Komplexitaet strotzen und genaue Berechnungen nach irgendwelchen Formeln verlangen, um zu entscheiden, ob ein Messerstich getroffen hat oder nicht. Ueber die Notwendigkeit des Wuerfelns entscheidet allein der Spielmeister.

Kartoffelchips sind zum Essen da.

 

Wynias Turm

Zum Spiel:

Das Rollenspiel Wynias Turm findet meist im Internet statt, weshalb wir den Tisch zum drum herum sitzen schon mal vergessen koennen. Die Wuerfel und das Wuerfelsystem sind im Channel integriert; fuer die Kartoffelchips muss jeder selbst sorgen.

Da das Internet ein stets zugaengliches Medium ist und wir neben dem Spielen auch noch so unwichtige Dinge wie unsere Arbeit erledigen muessen, koennen wir keine staendige Anwesenheit eines SL dienen. Sie sind Ansprechpartner bei Fragen oder Problemen.

 

Zum Inhalt

"Wynias Turm“, das ist eine Heimat, eine Zuflucht, aber auch ein Gefaengnis fuer die vielen Wesen, die das Gemaeuer und seine Umgebung bewohnen. Die Zeitblase, in der es steht, ist ein Ort jenseits von Zeit und Raum, dessen genaue Historie Wissensdurstige in den turmeigenen Chroniken nachlesen koennen. Die Tatsache, dass es Wynias Turm gibt, ist vielen Maechtigen ein Dorn im Auge, weshalb die Feste des oefteren vor der Existenzfrage steht.

Fuer die Bewohner, die dort aufwuchsen oder ein zu Hause fanden, ist Wynias Turm der schoenste Ort der Welt.

Ein grosser, schwarzer, achteckiger Turm auf einem Berg, der wie ein verstopfter Vulkan aussieht - wenn man weiss, was ein Vulkan ist. Den steilen Hang hinauf fuehrt eine schmale, sich eng windende Serpentine, die in einem Eingangstor in den von Mauern umrahmten Hof des Turmes muendet nach dem man ueber eine Bruecke sich bewegt hat. Dort gibt es Staelle, Haeuser fuer Bedienstete, ein Gaestehaus sowie ein Weltentor – die Schwelle zu Raum und Zeit.

Durch das Weltentor kommen sie, die Wanderer, die Abenteurer, die Suchenden – und die ungluecklichen Seelen, denen das Verlassen der Zeitblase nicht mehr vergoennt sein wird. Wesen sind es, deren blosse Anwesenheit einander ausschloesse, begegneten sie sich an anderen Orten. Wesen, deren Gerechtigkeit ein Greuel ist, und Wesen, deren suessestes Laecheln groesste Gefahren verbirgt. Angeloi und Nomad, Elben und Drows, Zwerge, Menschen... um nur einige derer zu nennen, deren Benennung moeglich ist.

Aber auch in der Zeitblase, in den Bergen, den Seen, den Waeldern, in Staedten und Doerfern, Festen und Burgen des Kontinentes gibt es die wundersamsten Kreaturen und die seltsamsten Naturschauspiele, und so sich der Neugierige auf die Suche nach ihnen macht, wird er sie auch finden. Was er mit dem Wissen um ihre Existenz anstellt, ist ihm ueberlassen...

 

Hilfe fuer Anfaenger

So. Du willst also Rollenspiel spielen? Du willst dich in diese Welt voller Zauber und Magie wagen, in ein Reich, dessen Bewohner mit ihren Einstellungen und Ansichten dir noch fremder erscheinen werden als die Guarani am Amazonas?? Und du meinst, du koenntest dabei auch noch so etwas wie "Spass“ verspueren?!? Na dann HERZLICH WILLKOMMEN.

Beim Erstellen eines Chars sind dir andere Mitspieler sicherlich gern behilflich. Werte fuer Faehigkeiten sind mit den zustaendigen Sl`s abzuklaeren. Weiteres bei der Anmeldung.

Fuer Laien ist es ratsam, erst einmal einen "leichten“ Charakter zu schaffen und das Rollenspiel zu „ueben“. Als "leichte“ Chars gelten z.B. Menschen und Elben, da ueber diese Rassen und ihre Denkstrukturen am meisten bekannt sein duerfte. Angeloi und Nomad ("Engel“ und "Daemonen“... naja) sind wesentlich schwerer zu spielen als auf den ersten Blick ersichtlich ist – bitte nimm Abstand von dem Gedanken, dir jetzt das staerkste Wesen der Welt zu zusammen zu basteln und damit den Turm auseinander zu nehmen. Das sehen wir naemlich gar nicht gern...

Viel Spass beim Spiel.

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